Vera F. Birkenbihl sprach in vielen ihrer Vorträge von „neuronal langsamen“ und „neuronal schnellen“ Menschen. Gemeint war damit kein Urteil über Intelligenz, sondern eine grundlegende biologische Eigenschaft: das individuelle Tempo der Informationsverarbeitung. Dieser Gedanke stammte aus ihrem Verständnis der Lernpsychologie und aus dem Intelligenzmodell von David Perkins, das sie populär machte.
WAS BIRKENBIHL UNTER NEURONAL LANGSAM UND NEURONAL SCHNELL VERSTAND
Vera F. Birkenbihl meinte damit, dass Menschen unterschiedlich schnell auf Neues reagieren. Neuronal schnelle Personen können neue Informationen rasch aufnehmen und verarbeiten. Neuronal langsame Personen benötigen bei neuen Aufgaben mehr Zeit, können jedoch bei vertrautem Stoff ebenso schnell oder sogar schneller denken.
Wichtig war ihr der Hinweis, dass diese Unterschiede nichts über die Intelligenz aussagen. Menschen, die langsamer in neue Themen hineinkommen, fühlen sich häufig zu Unrecht „dumm“, obwohl ihr Gehirn lediglich ein anderes Grundtempo hat. Birkenbihl betonte daher, dass das Lerntempo angeboren, die Lernfähigkeit jedoch nicht begrenzt sei.


Hinterlasse einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.